Geschichte des Hofes Schwarzenmoor No.1

Im Jahre 800 n. Chr. wurde das älteste Frauenkonvent im Herzogtum Sachsen von Bielefeld nach Herford verlegt. Nach der ältesten Marienerscheinung nördlich der Alpen wurde 1011 n. Chr. auf dem Stiftberg ein Tochterkloster mit 39 Oberhofen und 800 zinspflichtigen Unterhöfen errichtet. Dieser war ebenfalls einer der Lehngüter der Abtei. Er war seit Jahrhunderten im Besitz der Grafen von Westfalen. Am 24. Okt. 1795 kauft der Kriegs- und Domänenrat Hoffbauer den Hof, um ihn nur drei Jahre später, am 23. Okt. 1798 an Johann Cord Kerkhoff und seine Familie gegen die Zahlung von 3500 Reichstaler in Gold zu verkaufen und von der Leibeigenschaft zu befreien. Es war der größte Hof in Schwarzenmoor-Falkendiek und trug die No. 1.

Das Hauptgebäude wurde im Jahre 1769 - Napoleons Geburt - errichtet, in der Torbogeninschrift zu lesen. Weitere Gebäude folgten in den Jahren 1809, sowie der Kotten 1835. Die Jahreszahlen gehen aus Torbögen sowie Sandsteinplatten hervor.

Nach dem Tod Ihrer Söhne verpachteten 1946 die Eheleute Meier-Kerkhoff den Hof an Otto Justus von Laer, der mit seiner Familie nach Flucht und Vertreibung aus Mecklenburg einen neuen Betrieb suchte. In den 1950er Jahren verstarben die Eheleute Meier-Kerkhoff. Frau Meier- Kerkhoff, geb. Lübke, adoptierte Jobst-Wilfried Detring aus Elverdissen. Die Hofbesitzer trugen fortan den Namen Lübke-Detring.

1948 wurde Cornelius von Laer als 3. Kind geboren. Nach dem Studium der Landwirtschaft bewirtschaftete er gemeinsam mit seinem Vater den Hof. Es wurde Obst und Gemüse sowie ab den 1970er Jahren großflächig Erdbeeren angebaut.

1973 lernte Cornelius seine spätere Frau Yvonne kennen, welche Land- und Betriebswirtschaft studierte. Gemeinsam wurde 1978 der erste Spargel angepflanzt. 1980 übernimmt Cornelius den Betrieb von seinem Vater und erweitert kontinuierlich die landwirtschaftlichen Flächen.

Die Gebäude dieses Hofes konnten von den Eheleuten sukzessive erworben und gemeinsam mit ihren drei tatkräftigen Kindern saniert und restauriert werden. In Abstimmung mit den Landesdenkmalbehörden Münster und Herford wurde ein realisierbares Konzept der denkmalgeschützten Fachwerkgebäude für den Umbau zu einem historischen Restaurant und Hofcafe entwickelt.

Im September 2014 wurde zum 3. Mal die Pöppelmann-Medaille verliehen.

presse

Sichere Zukunft für einen alten Hof
Verein für Herforder Geschichte verleiht Familie von Laer die Pöppelmann-Medaille
(Neue Westfälische)


Herzblut steckt in jedem Stein
Familie von Laer bekommt die Pöppelmann-Medaille für Erhalt und sanierung eines Bauernhauses
(Herforder Zeitung)